Beschäftigung oder Wirkung
Mehr Arbeit führt nicht automatisch zu besseren Ergebnissen. Fünf halbfertige Vorhaben erzeugen Bewegung, aber kein Resultat. Ein abgeschlossenes Vorhaben verändert die Lage.
Das System · Station 05
Das Alltagsproblem
Am Abend war der Tag voll, und trotzdem ist nichts abgeschlossen. Fünf Vorhaben stehen bei 80 Prozent – und jedes braucht beim nächsten Anlauf erst wieder Anlauf.
Beschäftigung fühlt sich produktiv an. Wirkung entsteht aber dort, wo eine Sache konsequent zu Ende geht. Der Unterschied zwischen beidem ist meistens die Zahl der Dinge, die parallel laufen.
Mehr Arbeit führt nicht automatisch zu besseren Ergebnissen. Fünf halbfertige Vorhaben erzeugen Bewegung, aber kein Resultat. Ein abgeschlossenes Vorhaben verändert die Lage.
Jede Unterbrechung kostet nicht nur ihre eigene Dauer, sondern die Zeit, bis Du wieder im Thema bist. Feste Zeiten für Nachrichten und Rückfragen sind deshalb keine Unhöflichkeit, sondern Voraussetzung für Tiefe.
Notiere ausdrücklich, was Du in diesem Quartal nicht tun wirst. Diese Liste schützt Deinen Fokus besser als jede Priorisierung innerhalb einer zu langen Aufgabenliste.
Als Beispiel: Eine Steuererklärung liegt seit Wochen halb fertig da, weil sie immer nur zwischen zwei Telefonaten angefasst wird. Ein einziger ungestörter Block von 20 Minuten, Telefon in einem anderen Raum, bringt sie an den Punkt, an dem nur noch zwei Belege fehlen – und die stehen auf einer separaten Notiz statt im Kopf.
Zum Ausprobieren
Direkt jetzt oder beim nächsten Arbeitsblock:
Diese Übung ist eine redaktionelle Anregung dieser Website – kein Auszug aus dem Buch.
Fragen für Dich
Weiterlesen
Wirksamkeit wird sichtbar, wenn Du Ergebnisse statt Aufwand misst.
Zurück zu Station 04: Energie – Ohne Energie bleibt jedes System Theorie · Alle sechs Stationen